Inzwischen erreichen uns beinahe täglich Nachrichten, welche von Beißvorfällen berichten. Entweder gegen Menschen gerichtet oder gegen Hunde. Es ist inzwischen besorgniserregend, was alles so mit und durch Hunde passiert.
Da geht zum Beispiel eine Hundehalterin mit ihrem angeleinten Hund spazieren. Doch was ist, wenn freilaufende Hunde sich auf ihren stürzen? Ohne Maulkorb versteht sich. So geschehen. Die wollten nicht spielen.
Beherztes Eingreifen ihrerseits hat ihrem Hund wahrscheinlich das Leben gerettet – ja, ja, „man“ soll ja nicht reingreifen. Aber wer steht schon daneben, während der eigene Hund angegriffen wird? Schwere Verletzungen hat er dennoch davongetragen. Ganz zu schweigen davon, dass auch die Hundehalterin ärztlich versorgt werden musste.
Nicht nur das, es macht vor allem ja auch was mit der Psyche der betroffenen Menschen, welche beobachten müssen, wie der eigene Hund von anderen Hunden ernsthaft angegriffen wird. Das sind Horror-Momente, die im Kopf verankert bleiben…

Dies ist nur eins von vielen Beispielen, welche sich tagtäglich zutragen. Es sind auch die weniger dramatischen Momente, welche deutlich machen, dass wir uns teilweise gegenseitig das Leben sehr schwer machen. Dabei kann bereits ein wenig mehr Rücksichtnahme das Leben deutlich erleichtern, indem einmal mehr angeleint wird oder der Hund in bestimmten Situationen einen Maulkorb trägt. Das tut doch keinem weh. Eine Bissverletzung hingegen sehr.

Wir mögen Hunde, wir mögen sie sogar sehr. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie alles dürfen. Es steht für uns außer Frage, dass ihre Freiheiten spätestens dort enden, wo die anderer Menschen und Tiere eingeschränkt werden.

Wenn sich jeder an die eigene Nase fasst und auf sein Gegenüber Rücksicht nimmt, dann lässt sich einiges bewegen.